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Wie schneide ich Laminat mit der Stichsäge?

Laminat ist der weitaus beliebteste Bodenbelag wenn es darum geht, etwas außerordentlich pflegeleichtes und strapazierfähiges für die eigenen vier Wände zu finden. Auch die große Produktvielfalt des Laminats, um die verschiedensten Materialien zu imitieren, kann ausschlaggebend für die Entscheidungsfindung sein. Ob helles oder dunkles Holz, grobe oder feine Strukturen, zweckdienlich oder edel: die Auswahl ist groß!

Hat man sich für eine passende Sorte entschieden, so geht es nun an das Verlegen von Laminat. Um das Laminat an die individuellen räumlichen Strukturen anzupassen, müssen zuvor Messungen durchgeführt und das Laminat anschließend geschnitten werden.

Um das Laminat in die richtige Form zu bringen, bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten. Die wohl einfachste Möglichkeit stellt der Laminatschneider dar. Die flexibelste Lösung zum Schneiden von Laminat ist die Stichsäge, denn auch wenn Alternativen beim Zuschneiden von Aussparungen für Türzargen noch zu gebrauchen sind, versagen diese spätestens bei runden Aussparungen für Heizungsrohre.

 

Laminat verlegen in 5 Schritten

  1. Untergrund richtig vorbereiten

    Achten Sie möglichst genau darauf, dass der Boden, auf dem Sie das Laminat verlegen wollen, sowohl genug Festigkeit bietet, als auch sauber und trocken ist.

    Besteht Ihr Untergrund aus Estrich, Asphalt oder Beton, so verlegen Sie unbedingt Dampfbremsfolie (auch Dampfsperre genannt), um das Eindringen von Feuchtigkeit über den Untergrund in den Laminatboden zu verhindern.

    Unabhängig vom Untergrund des Laminatbodens ist auf jedenfall eine Trittschalldämpfung zu verlegen, um Laufgeräusche nicht auf den Boden und andere Räume zu übertragen.

    Tipp: Es gibt auch Folie mit Dampfsperre und Trittschalldämpfung in Einem!

  2. Erste Laminatreihe verlegen

    Die erste Reihe Laminat sollte auf alle Fälle gerade zu einer beliebigen Wand, im besten Fall im rechten Winkel zur jeweiligen Nachbarwand, verlaufen. Dies garantiert einen gleichmäßigen, geraden Verlauf der einzelnen Paneele über den Raum.

    Achten Sie zusätzlich darauf, dass das letzte Paneelstück immer eine Mindestlänge von 50 cm aufweist.

    Wichtig: auf Grund von Wärmeausdehnung des Laminats ist stets eine Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm zu jeder Wand einzuhalten! Dies lässt sich einfach realisieren durch mehrere kleine Keile aus einfachem Holz.

  3. Zuschneiden & Einklicken der Laminatpaneele

    Nachdem Sie die passende Länge und Struktur des Paneels durch Ausmessen bestimmt haben, gilt es nun, diese in die passende Länge und Form zu bringen. Ob Sie mit einem Laminatschneider arbeiten oder das Laminat mit der Stichsäge schneiden spielt an dieser Stelle keine Rolle.

    Nach erfolgreichem Zuschneiden des Laminatpaneels muss dieses nun durch „Einklicken“ an die bereits vorhandenen, fertig verlegten Paneele integriert werden.

    Achtung: Auch hier gilt es die Abstandsfuge nicht zu vergessen!

  4. Anpassen des Laminats

    Ist ein neues Paneel erfolgreich eingeklickt worden, muss dieses mit Hilfe eines Hammers und einem Schlagschutz mit den restlichen Laminatpaneelen fest in Verbindung gebracht und in die passende Position gerückt werden.

    Handelt es sich um ein Paneel in der letztmöglich anbringbaren Reihe des Laminatbodens, sodass der Boden des Raumes vollständig mit Laminat bedeckt ist, muss diese Reihe mit Hilfe eines Zugeisens mit den restlichen Laminatpaneelen zusammengefügt werden.

  5. Sockelleisten und Übergangsschienen anbringen

    An dieser Stelle gibt es kaum etwas zu beachten. Um das Gesamtbild des Raumes abzurunden und die Dehnungsfugen zu verstecken, bringen Sie Ihren Bedürfnissen entsprechende Sockelleisten an die äußeren Kanten des Laminats und die Wand an.

    Für den Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Bodenbelägen, wie es oft in Durchgängen zu anderen Räumen vorkommt, nutzen Sie einfache Übergangsschienen. Diese gilt es auf die passende Maße zu bringen und anschließend mit dem Boden zu verkleben.

 

 

Vorgehen beim Laminat schneiden mit der Stichsäge

Das Vorgehen beim Schneiden von Laminat ist immer gleich und zusammengefasst recht simpel. Als erster Schritt ist natürlich das Ausmessen zu nennen. Hat man nun die neue Länge des Paneels, welches zugeschnitten werden soll, bestimmt, gilt es die Maße auf das Paneel selbst zu übertragen. Dazu dreht man dieses um 180 Grad, sodass man mit dem Stift das oder die Maße auf die Rückseite des Paneels aufträgt.

Anschließend, unter Zuhilfenahme einer stabilen Unterlage wie beispielsweise einem Tisch, gilt es das zuzuschneidene Paneel mit der Unterseite nach oben (die aufgetragenen Maße sind für uns sichtbar) an der Unterlage zu sichern. Dies kann man einfach durch ein Paar Schraubzwingen realisieren. Eine weitere Überlegung ist es Wert, eine zweite Person heranzuziehen, die beispielsweise mit dem Staubsauger die Sägespäne, die während dem Schneidprozess entstehen, einsaugt und somit die Staubentwicklung möglichst gering zu halten.

Nutzen Sie Pappe als Unterlage um Kratzer auf der Oberseite vorzubeugen und achten Sie darauf, dass Sie die Schraubzwingen nicht zu fest anziehen und das Laminat quatschen!

Sind alle notwendigen Vorkehrungen getroffen und das Paneel sicher befestigt, ist nur noch ein letzter Schritt notwendig, nämlich das Laminat mit der Stichsäge schneiden. Wichtig ist, dass das Laminat wirklich immer auf der Oberseite liegend geschnitten wird, um später sichtbare Ausrisse entlang der Schnittkante zu vermeiden. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, ein passendes Sägeblatt zum Schneiden von Laminat auszuwählen, um spätere Verbrennungen entlang der Schnittkanten vorzubeugen. Deswegen ist ein Sägen mit möglichst geringer Hubzahl und ausgeschaltetem Pendelhub zu empfehlen.

Denken Sie daran, dass beim Schneiden mit der Stichsäge die eigene Sicherheit und die der anderen immer höchste Priorität hat!


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Kommentare

Welches Sägeblatt sollte ich wann benutzen? » Ratgeber April 5, 2018 um 7:21 pm

[…] Schneiden von Laminat mit der Stichsäge gilt es zwei Dinge zu beachten, um später ein gutes Ergebnis ohne sichtbare Beeinträchtigungen zu […]

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